Unsere Klausenkapelle 

Auf Eilandung von Herrn Prof. Appel fand eine Infoveranstaltung in der Klausenkappelle statt.
Neben der einladenden 'Klausenstiftung' waren die Ortsvorsteher von Königsbach und Ruppertsberg
sowie der Förderverein Königsbach anwesend.

Herr Carque von der Klausenstiftung und Herrr Franz vom Bistum Speyer stellten die aktuelle Situation vor und erläuterten die vorgesehenen Maßnahmen:

„Wenn ein Baudenkmal nicht genutzt wird, sondern nur so herumsteht, wird es über kurz oder lang verfallen.“ Mit dieser Aussage machte Wolfgang Franz, der Diözesan-Konservator vom Ordinariat Speyer, deutlich, für wie wichtig er die Restaurierung der Königsbacher Klausenkapelle hält. Das Gebäude, idyllisch im Wald zwischen Ruppertsberg und dem Neustadter Ortsteil Königsbach gelegen, datiert aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Zerstörungen durch Soldaten im Dreißigjährigen Krieg, durch preußische und französische, später auch russische Truppen machten dem Kirchlein oftmals den Garaus, doch engagierten sich die Königsbacher zu allen Zeiten stets vehement für die Wiederherstellung „ihrer Klause“. So auch jetzt wieder. Gutachter und spezialisierte Handwerksmeister haben vor kurzem festgestellt, dass die tragenden Dachbalken, zwischen denen sich in Fächern eingearbeitete sogenannte Lehmwickel befinden, vom Holzbock bzw. Borkenkäfer befallen waren. Teilweise haben die älteren Balken nur noch 30 % ihres ursprünglichen Volumens. Dies, so ist zu vermuten, überträgt sich auch auf die Lehmwickel, an denen die Putzschichten der Decke haften. Bei einer genauen Untersuchung mit Hilfe eines Innengerüsts stellte der Diözesan-Konservator jüngst fest, wie stark gewellt die Innenflächen der Decke zum Teil schon sind. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Bestandhaltigkeit der Ausmalungen. Franz, Spezialist für Kirchenmalereien, erläuterte in einer Informationsveranstaltung am 23. April einem großen Kreis von Interessierten die verschiedenen Maltechniken im Putz. Vor Ort erklärte er, dass bei der Ausmalung der Königsbacher Kapelle Leinfarben Verwendung fanden, eine Wahl, die er auch bei einer Restaurierung für die richtige hält. Damit das geschehen kann, muss zuvor die Renovierung der Dachkonstruktion angegangen werden und zwar bald. Günter Craque und Dr. Wolfgang Appel, die beiden Vertreter der örtlichen Pfarrgremien, erläuterten den Zeit- und Finanzierungsplan: Beginnen will man noch dieses Jahr, um ein Fortschreiten der Schäden zu begrenzen. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf – im günstigsten Fall – 25.000 €, wovon 15.000 aus Mitteln der „Klausenstiftung“ vorhanden sind. Man gab sich zuversichtlich, den verbleibenden Betrag zeitnah einzuwerben. Wie sagte noch Wolfgang Franz: „Ich war neulich an einem Sonntag hier wandern und bin in die Klausenkapelle zum stillen Gebet eingekehrt. Ich habe diesen Ort richtiggehend liebgewonnen.“
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